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Luise und Ferdinands Liebe im Drama von Friedrich Schiller

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Kabale und Liebe

Wenn die Schranken des Unterschieds einstürzen.
Luise und Ferdinands Liebe im Drama von F. Schiller.

In der vorliegenden Arbeit vermag man zu erörtern, wie die Liebe zwischen Luise und Ferdinand im Friedrich Schillers Drama „Kabale und Liebe” aussieht. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Liebe die Ständeklausel nicht beachtet und gegen die in der Gesellschaft herrschenden Regeln auftritt. Man führt und erklärt auch Abschnitte des Dramas, in denen die Liebe zwischen den beiden sichtbar wird. Davor aber werden einige Ereignisse aus dem Leben des Autors genannt, sowie sein Schaffen in der Periode des Sturm und Drangs kurz angedeutet, um einen entsprechenden Überblick über das Werk zu bekommen.

Friedrich Schiller – Biografie

Friedrich Schiller ist am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren und am 9. Mai 1805 in Weimar gestorben. Er stammte aus einer kleinbürgerlichen Familie und war der einzige Sohn neben fünf Schwestern. Er war ein deutscher Dramatiker, den man auch zu bedeutendsten Personen auf diesem Gebiet zählen kann. Sein Weg zum Erfolg und Ruhm war jedoch nicht einfach. Bevor man ihm er all die Ehrungen erwiesen hat, die ihn an der gleichen Stelle wie Goethe stellten, hatte er zahlreiche Hürden zu überwinden. Die meist demütigenden waren für ihn seine finanziellen und gesundheitlichen Probleme. Die Lungenkrankheit, an die er litt, war später die Ursache seines Todes.

Schiller war, neben Johann Wolfgang von Goethe, der Begründer des Stils der Weimarer Klassik, was ihn zu einer der zentralen Gestalten der deutschen Literaturgeschichte macht. Durch sein Drama „Die Räuber” wurde er auch zu einem der Hauptvertreter des Sturm und Drangs (auch Geniezeit oder Genieperiode genannt). Die Schriftsteller dieser Epoche waren gegen die rationalistisch gewordene Aufklärung. Die Helden ihrer Werke waren kraftvoll, naturverbunden und rebellisch. Ihre Gefühle waren tief und konnten sich entweder in einer grenzenlosen Liebe oder in Verzweiflung zeigen. Die Gattung, die sich zu dieser Zeit besonderer Beliebtheit erfreute, war das bürgerliche Trauerspiel. Das ist eine dramatische Gattung, die zur Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden ist. Sie bricht mit der klassizistischen Auffassung der Tragödie und macht den Konflikt der Stände zum Gegenstand der Handlung. Dadurch wird die Regel der Ständeklausel nicht mehr beachtet, wo nur der Adel als Dramatis Personae vorgesehen wurde. Die Helden konnten in einem bürgerlichen Trauerspiel sowohl aus dem Adel, als auch aus dem Bürgertum stammen. Im Jahre 1772, mit der Entstehung Lessings „Emilia Galotti”, wurde der 1755 mit „Miss Sara Sampson” begründete Typ des empfindsamen bürgerlichen Trauerspiels abgelöst. Das charakteristische Thema von Dramen, von Schillers „Kabale und Liebe” auch, wurde jetzt der durch die Liebesbeziehungen ausgelöste Konflikt zwischen den Ständen.

Das bürgerliche Trauerspiel

Der Gattung des bürgerlichen Trauerspiels widmete sich Schiller mit seinem Drama „Lady Millerin” (später nach Empfehlung von August Wilhelm Iffland in „Kabale und Liebe” umbenannt) in Bauerbach bei Meiningen, wo er nicht nur finanziell, sondern auch psychisch angeschlagen die Aufnahme bei Karoline Freifrau von Wolzogen gefunden hat. Schiller hat aus Lessings „Emilia Galotti” und Gemmingens „Deutscher Hausvater” Anregungen empfangen, aber er hat etwas sehr Eigenes daraus gemacht. Der Dichter äußerte im Drama auch seine Beobachtungen aus dem Hof in Württemberg, worauf manche Motive im Drama und dessen Atmosphäre sowie die Personen hinweisen. Schon der Titel macht den Leser darauf aufmerksam, wie das Hauptthema lautet. Es sind nämlich die Unterschiede zwischen den zwei Welten: der verdorbenen und von Kabale überfüllten Welt des Adels, und der Welt des Bürgertums, der von der gegenseitigen Liebe, wie auch von Respekt geprägt wird.

Kabale und Liebe – Aufbau des Dramas

An dieser Stelle will man den Aufbau des Dramas präsentieren, um einen entsprechenden Überblick über die Handlung zu bekommen. Im 1. Akt werden alle Charaktere vorgestellt, wobei Lady Milford nur indirekt. Es werden auch die Lebenswelten des Adels und des Bürgertums sowie die Liebesbeziehung zwischen Luise und Ferdinand dargestellt, wobei es auch sichtbar wird, dass es ein Konflikt auftaucht. Handlung steigt im 2. Akt, wo in Millers Haus die Stände gegeneinander prallen. Danach entsteht bei Luise und Ferdinand Zweifel. Der Höhepunkt lässt sich im 3. Akt bemerken, wo die Intrige als notwendig erkannt wird. Man plant sie und beginnt. Wurm schlägt nämlich vor, Miller mit seiner Frau gefangen zu nehmen, wodurch er Luise beeinflussen will, dass sie einen ausgedachten Liebesbrief an den Hofmarschall von Kalb schreibt, um ihre Eltern zu befreien. Durch diesen Brief soll Ferdinand eifersüchtig werden. Der 4. Akt wird dadurch gekennzeichnet, dass die Intrige immer größere Kreise zieht und dadurch, dass das Liebespaar, durch die Abreise der Lady Milford, kurze Hoffnung auf Erfolg hat. Im 5. Akt kommt es zu einer unvermeidbaren Katastrophe. Luise will Selbstmord begehen, um sich von dem Schwur, den Liebesbrief selbst geschrieben zu haben, zu befreien. Endlich trinken beide das Gift, wobei aber Luise sich dessen nicht bewusst ist, das sie dieses Gift von Ferdinand mit der Limonade bekommen hat. Als sie endlich die Wirkung des Gifts bemerkt, gesteht sie ihrem Geliebten alles zu, wonach er seinen Vater töten will. Sie sterben, wovor noch Ferdinand seinem Vater die Hand gibt, was er als Verzeihung versteht.

Kabale und Liebe – die Personen

Die Personen, deren Charakteristik und die Ständeklausel brechende Liebe man jetzt darstellen möchte, heißen Luise und Ferdinand. Luise ist ein schönes, blondes, 16-jähriges Bürgermädchen.

Das Mädel ist schön – schlank – führt einen netten Fuß“ – auf diese Art und Weise bezeichnet sie ihr Vater, Miller, im Gespräch mit seiner Frau; ihre Mutter stellt im Gespräch mit Wurm und Miller Folgendes fest: „[…] meine Tochter ist zu was Hohem gemünzt […].

Sie ist die Tochter eines Stadtmusikanten, „oder wie man sie an einigen Orten nennt, Kunstpfeifer”, von dem sie auch eine christliche und kleinbürgerliche Erziehung bekommt. Sie ist die Hauptperson im Drama, die in die Gesellschaftsordnung und das Ständesystem fest eingebunden ist. Ihr Vater hat auf sie einen enormen Einfluss, ihm gegenüber ist sie gehorsam. Man kann sie auch als zurückhaltend, ehrlich und fromm bezeichnen. Sie liebt ihre Eltern, wobei die Liebe für sie die Herzensangelegenheit bedeutet. Wenn es sich aber um die Liebe zu Adligen und das Leben auf dem Hof handelt, wirkt sie misstrauisch und ängstlich. Erst durch die Liebe Ferdinands bekommt sie neue Einblicke in die fremde Welt des Adels, wodurch sie auch etwas Neues erleben kann. Dank ihrer Schönheit könnte sie mit den anderen Frauen auf dem Hof konkurrieren.

Das schönste Exemplar einer Blondine, die, nicht zu viel gesagt, neben den ersten Schönheiten des Hofes noch Figur machen würde.

– so Wurm im Gespräch mit dem Präsidenten.

Nach der Begegnung mit Ferdinand wird sie sich dessen bewusst, dass die häufigen und üblichen Kontakte mit den Adligen bewirken können, dass sie als eine Mätresse endet. Luise befindet sich in solchen Situationen, die sie zwischen ihrer Liebe und den Erwartungen ihres Vaters und ihrer Religion stellen, weil ihr Denken sowie Handeln sehr vom christlichen Glauben geprägt ist. Da sie vor ihrem Vater Furch empfindet, ist sie nicht bereit, mit Ferdinand ihr Glück in der Liebe zu finden. Sie lässt sich auch befehlen, einen ausgedachten Brief an Major zu verfassen, um angeblich Miller von einem Prozess zu befreien. Aus Liebe zum Vater ist sie bereit, ihre Selbstmordgedanken aufzugeben. In einer Situation hört sie von ihrem Vater Worte, die sie zum Tiefsten treffen:

Wenn die Küsse deines Majors heißer brennen als die Thränen deines Vaters – stirb!

Dies aber ändert ihre Einstellung zu Miller nicht.

Ferdinand von Walter, Major, Sohn des Präsidenten von Walter, hat dank seinen Besuchen auf Akademien die Gedanken der Aufklärung, die hohen Ideen von Menschenrechten sowie den Wert des Persönlichen kennen gelernt. Dadurch auch ist die Ständeklausel für ihn nicht Bedeutsames und ihm ist es egal, von welchem Stand seine Frau ist. Er ist zu der höfischen Welt distanziert und sieht die intriganten Praktiken des Adels geringschätzig, mit Abscheu herab, weil er das Zusammenleben mit Luise höher bewertet. In seinem Handeln und seiner Weltanschauung ist ihm nicht der Stand entscheidend, aus dem eine Person stammt, sondern die Qualität eines Menschen. Daraus ergibt sich auch, dass er Luise, ein bürgerliches Mädchen heiraten will. Vieles muss er dadurch aufgeben, vor allem seine hohen Ideale, für die im Hause Luise es keinen Platz gibt. Wie stark er liebt und wo sich sein Glück befindet, wird in seinen Worten im Gespräch mit dem Präsidenten sichtbar:

Mein Ideal von Glück zieht sich genügsamer in mich selbst zurück. In meinem Herzen liegen alle meine Wünsche begraben.

Dass ihm nichts Anderes, als Liebe zu Luise, wichtiger ist, bemerkt man auch dadurch, dass er Selbstmord begehen will, nachdem er erfahren hat, dass Luise ihm gegenüber untreu sein könnte. Als es aber dazu gekommen ist, dass er Luise heimlich ein Gift gibt, erfährt er, dass Luise ihm gegenüber immer treu war. Kurz davor sagt er:

Theile mit diesem Gesicht Paradiese aus, du wirst selbst im Reich der Verdammniß keinen Käufer finden. Wußtest du, was du mir warst, Luise? Unmöglich! Nein! Du wußtest nicht, daß du mir Alles warst! Alles!

Daraus lässt sich entschließen, dass Luise für Ferdinand die ganze Welt ersetzen könnte, sie war alles, was er brauchte, trotz der sie teilenden Ständeunterschiede.

Luise und Ferdinand

An dieser Stelle will man möglichst ausführlich den Dialog von Ferdinand und Luise im Zimmer in Millers Wohnung analysieren (III. Akt, 4. Szene). Ferdinand will dabei Luise überreden, dass sie gemeinsam mit ihm flieht, was sie wegen ihrer Liebe zum Vater verweigert. Die Szene fängt folgendermaßen an: Luise –

Ich bitte dich, höre auf! Ich glaube an keine glücklichen Tage mehr. Alle meine Hoffnungen sind gesunken.

Solche Worte weisen darauf hin, dass Luise verzweifelt ist und mit Ferdinand nichts mehr zu tun haben will. Dies soll man aber nicht als wahr verstehen, weil ihr Handeln von dem Versprechen geleitet wird, keine Wahrheit über den Brief zu sagen. Der zu analysierende Dialog spiegelt die Tragik der unglücklichen und unerfüllten Liebe Ferdinands und Luise wider. Die beiden sind durch diese Liebe verbunden. Sie wird jedoch dadurch erschwert, dass sie aus verschiedenen Schichten der Gesellschaft stammen und sie die Ständeklausel trennt. Ferdinand ist nämlich der Vertreter von Adel, wobei Luise aus Bürgertum kommt. Zur damaligen Zeit war es auch unannehmbar, solche Ständeübergreifende Liebe zu akzeptieren. Es war auch so, weil diese Liebe die geheimen Pläne des Präsidenten durchkreuzen würde. Das war der Hauptgrund, warum der Vater Ferdinands die Intrige plante.

Luise und Ferdinand haben unterschiedliche Zukunftsaussichten, wenn es sich um ihre Liebe und ihr Zusammenleben handelt. Luise sieht das nämlich realistisch, sie bemerkt all die Hindernisse, die sie stören, sie will das Ferdinand erklären und stößt diese Liebe ab, obwohl es ihr sehr schwer fällt. Diese Betrachtungsweise und Hoffnungslosigkeit bemerkt man in den oben zitierten Anfangssätzen der 4. Szene des III. Aktes. Auf die Äußerung von Luise reagiert Ferdinand mit einer kämpferischen Haltung, die sich gegen ihr gemeinsames Schicksal auflehnt. Mit den Bestimmungen über seine Liebe, versucht er Luise zur gemeinsamen Flucht zu überreden.

Mein Vaterland ist, wo mich Luise Liebt. Deine Fußtapfe in wilden, sandigen Wüsten ist mir interessanter als das Münster in meiner Heimat.

In seinen Worten sieht die gemeinsame Zukunft der beiden schön aus.

Werden wir Gott in keinem Tempel mehr dienen, so ziehet die Nacht mit begeisterndem Schauern auf, der wechselnde Mond predigt uns Buße, und eine andächtige Kirche von Sternen betet mit uns. Werden wir uns in Gesprächen der Liebe erschöpfen?

Er umarmt Luise und sagt: „Deine Ruhe ist meine heiligste”, worauf aber Luise ablehnend reagiert: „So schweig und verlaß mich.” Ihre Ablehnung rechtfertigt Luise mit ihrer Sorge um den Vater, den sie vor der Rache des Präsidenten schützen will:

Ich habe einen Vater, der kein Vermögen hat, als diese einzige Tochter – der morgen sechzig wird – der der Rache des Präsidenten gewiß ist.

Hier hat Ferdinand auch eine Lösung und schlägt vor, dass der Vater mit ihnen wegfährt, er ist auch dazu bereit, all seinen Kostbarkeiten zu Geld zu machen. Luise erinnert aber daran, dass er, außer der Liebe, auch seine Pflichten hat. Dies jedoch führt ihn von den Gedanken, zu fliehen, nicht ab. Endlich lässt sich bemerken, dass Luise genug davon hat und ändert ihre Einstellung gegenüber Ferdinand. Sie ist ihm nicht mehr unterliegen, sondern nimmt jetzt eine sichere und starke Rolle im Gespräch an.

Nein, mein Geliebter! Wenn nur ein Frevel dich mir erhalten kann, so hab’ ich noch Stärke, dich zu verlieren.

Endlich wandert sie ihr Gesicht ab, gibt im ihre zitternde Hand und sagt: „Leben Sie wohl, Herr von Walter”. Indem sie die Höflichkeitsform gebraucht, will sie Ferdinand zeigen, dass sie jetzt distanziert ist und ihrem Vorhaben, ihn loszuwerden, fest nachfolgen will. Die sich zuspitzende Lage führt dazu, dass Ferdinand bemerkt, dass Luise von etwas anderes gequält wird, als der Kummer um ihren Vater. Er glaubt nämlich, dass sie einem anderen Liebhaber gegenüber gewisse Verpflichtungen hat:

Schlange, du lügst. Dich fesselt was anders hier. […] Kalte Pflicht gegen feurige Liebe! – Und mich soll das Märchen blenden? Ein Liebhaber fesselt dich, und Weh über dich und ihn, wenn mein Verdacht sich bestätigt.

Das Misstrauen Ferdinands an Luise und ihre Liebe ist eine perfekte Lage, in der sich die Intrige entwickeln kann. Der Plan des Präsidenten und seines Haussekretärs kann ohne Störungen weiterlaufen, weil Luise (durch den Eid gebunden) und Ferdinand (blind eifersüchtig) keine Möglichkeit mehr haben werden, miteinander ohne Vorurteile oder Streit zu sprechen. Wenn sie sich endlich treffen können, ist es zu spät, denn das immer größer werdende Missverständnis ist schon zu einer unüberwindbaren Hürde geworden. Dadurch dass Luise den Eid geleistet hat, nie zuzugeben, dass sie den Liebesbrief nicht selbstständig geschrieben hat, kann sie ihrem Geliebten nicht sagen, dass das alles eine Intrige seines Vaters und Wurms ist. Da Ferdinand die Wahrheit nicht kennt und glaubt, dass Luise ihm gegenüber untreu war, vergiftet er sich und sie. Er hat das Gift in die Limonade gegeben, ohne Luise etwas davon zu sagen. Erst wenn sie die Wirkung des Gifts bemerkt hat, wird alles klar:

Jesus! Was ist das? – und mir wird sehr übel.

worauf Ferdinand:

Schon? – Über euch Weiber und das ewige Räthsel! Die zärtliche Nerve hält Freveln fest, die die Menschheit an ihren Wurzeln zernagen; ein elender Gran Arsenik wirft sie um.

Kurz vor dem Tod gibt Luise zu, dass man sie gezwungen hat, den Liebesbrief zu verfassen:

Dieser Brief – Fasse dich, ein entsetzliches Wort zu hören – Meine Hand schrieb, was mein Herz verdammte – dein Vater hat ihn diktiert.

Wenn schon die Wahrheit herauskommt, können die Folgen des tragischen Missverständnisses nicht mehr rückgängig gemacht werden. Positiv aber ist hier Eins: Luise hat Ferdinand und den anderen Personen, die an der Kabale beteiligt waren, verziehen. So hat auch Ferdinand mit seinem Vater getan.

Zusammenfassung

Das bürgerliche Trauerspiel unter dem Titel „Kabale und Liebe” zeigt dem Leser die bürgerliche Welt in der verdorbenen und unmoralischen Umgebung eines Fürsten. Durch eine Intrige versucht man, die Ständeklausel brechende Liebe zwischen einem Adligen und einem bürgerlichen Mädchen zu verhindern. Die Liebe Ferdinands – des Sohnes des Präsidenten und Luise – der Tochter eines Stadtmusikanten muss tragisch scheitern, weil sie außerstande ist, die Intrige und all die Schwierigkeiten zu überstehen. Erst durch den Tod der beiden wird der Despotismus vom Präsidenten sichtbar. Vor Schiller hat noch niemand die Korruption auf dem Hof und die Skrupellosigkeit des Adels so realistisch und gleichzeitig tragisch dargestellt. Der Autor macht den Leser auch darauf aufmerksam, dass nicht nur der Adel etwas schuldig ist. Das Bürgertum glaubt nämlich, dass die Einteilung in Stände der Wille Gottes ist und dass es so es bleiben soll. Was noch Ferdinand betrifft, ist er die Widerspiegelung der Ideen von Sturm und Drang. Er ist allein im Kampf gegen die Tyrannei. Er erleidet Niederlage, wie es sich einem romantischen Helden gehört.

Das in dieser Arbeit behandelte Schillers Drama, in dem er den Höhepunkt seines realistischen Schaffens erreicht hat, hat sich großer Beliebtheit erfreut, wovon der große Erfolg der Mannheimer Erstaufführung zeugt. Nach jedem Akt brach nämlich ein stürmischer Beifall los und am Ende erhob sich Schiller (er war die ganze anwesend) in seiner Loge und verneigte sich.

In dieser Erörterung wollte man die Liebe von Luise und Ferdinand nur im Allgemeinen skizzieren, weil eine genauere Beschreibung dieses Gefühls den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.

Praca z roku 2008

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Nauczyciel i tłumacz języka niemieckiego, od stycznia 2011 roku właściciel Szkoły Języków Obcych PAROLI, zapalony rowerzysta, fotograf-amator, bloger. Zwolennik wykorzystania nowych technologii w edukacji.

komentarze 3

  1. Das schönste Exemplar einer Blondine, die, nicht zu viel gesagt, neben den ersten Schönheiten des Hofes noch Figur machen würde.
    – so Wurm im Gespräch mit dem Präsidenten.

    Rozumiem każdy wyraz, ale sensu jakoś pojąć nie mogę… Bardzo proszę o przetłumaczenie.

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