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synthetische Texte

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Im DaF-Unterricht (DaF = Deutsch als Fremdsprache) werden die Lerner mit verschiedenen Lesetexten konfrontiert. Das können authentische und nicht authentische Texte sein. Es ist von großer Bedeutung, die beiden Arten voneinander unterscheiden zu können. Diese Fähigkeit soll natürlich vor allem der Lehrer besitzen, weil er den Unterrichtsprozess steuert und kontrolliert. Er entscheidet auch, wie und mit welchen Materialien im Unterricht gearbeitet wird. Manchmal kann es Probleme bereiten, die Art eines Lesetextes zu bestimmen, deswegen soll man nach seinen Merkmalen suchen, die diese Definition erleichtern.

Dahlhaus (1994:185) schlägt in diesem Zusammenhang folgende Erklärungen vor:

  • authentische Texte: das sind ?echte? Texte, die den Tatsachen entsprechen. Sie werden überhaupt nicht oder nur wenig für die Zwecke des Fremdsprachenunterrichts und vor allem von Muttersprachlern konzipiert. Darunter fallen sowohl Hör- als auch Lesetexte. Die Merkmale dieser Texte sind deutlich erkennbar, das sind z.B.: Auslassungen, Satzbrüche und Wiederholungen bei Interviews. In den Lesetexten, wie etwa in Zeitungstexten, können das beispielsweise folgende Merkmale sein: Hauptüberschrift, Untertitel und/oder Zwischenüberschriften (Westhoff 1997:164).
  • nicht authentische (synthetische) Texte: sie werden nur für den Fremdsprachenunterricht vorbereitet. Sie sind meistens oder sogar immer vereinfacht bzw. gekürzt und speziell für DaF-Lehrwerke konzipiert. Sie entsprechen meistens nicht dem natürlichen Sprachgebrauch (Dahlhaus 1994:185).